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Die Schweiz und ihr UNESCO-Welterbe
Eine der 16 selbständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen ist die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur), zu deren Aufgaben die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie Kommunikation und Information gehört. Hierunter fällt u. a. auch die Verwaltung des Welterbes der Menschheit, was durch die Verleihung der Auszeichnungen „Weltkulturerbe“ oder „Weltnaturerbe“ erfolgt. Die Schweiz kann als landschaftlich reizvolles und kulturell abwechslungsreiches Land bislang auf zehn dieser Prämierungen zurückblicken.
1983 wurden gleich drei Auszeichnungen als Weltkulturerbe in die Schweiz vergeben: Zum einen an das Benediktinerinnenkloster St. Johann im Kanton Graubünden, eine noch sehr gut erhaltene Anlage aus der Karolingerzeit Ende des 8. Jahrhunderts, zum anderen an die Altstadt von Bern, genauer gesagt, an die 1191 gegründete Zähringerstadt mit ihren charakteristischen Lauben, sowie an den Stiftsbezirk in St. Gallen mit der zwischen 1755 und 1766 errichteten Stiftskirche und der Stiftsbibliothek, der ältesten Bibliothek der Schweiz überhaupt. Die Tre Castelli, die drei Burgen von Bellinzona im Tessin, stehen zusammen mit ihrer Stadtbefestigung seit dem Jahr 2000 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Ebenso spektakulär anzuschauen wie die Burgen sind auch die steil abfallenden Weinberg-Terrassen in Lavaux am nordöstlichen Ufer des Genfersees, die 2007 als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden. Die beiden jüngsten Prämierungen verzeichnen die Albula- und die Berninabahn (2008), die mit zahlreichen Tunneln und Brücken zu den imposantesten Schmalspurbahnen der Welt zählen, sowie die Städtelandschaften von La-Chaux-de-Fonds, eine der höchstgelegenen Städte Europas, und Le Locle, deren beider Stadtbilder durch das im 19. Jahrhundert typische Schachbrettmuster geprägt sind (2009).
Als erstes Weltnaturerbe des Alpenraums ausgezeichnet wurde 2002 die 824 km² große Gebirgslandschaft Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in den Berner Alpen, fünf Jahre später erfolgte eine Erweiterung um 285 km², sodass jetzt elf weitere Gemeinden daran beteiligt sind. 2003 folgte die Auszeichnung für den Monte San Giorgio, einem 1097 m hohen Berg zwischen den beiden südlichen Armen des Luganersees im Tessin. Jüngstes Mitglied bei den Weltnaturerben ist die 2008 ausgezeichnete Tektonikarena Sardona in den Kantonen Glarus, Graubünden und St. Gallen, die das Gebiet rund um die Glarner Hauptüberschiebung, einem berühmten Geotop, umfasst.
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